Vertikaler Spielaufbau
Im Spitzenbereich des Fußballs müssen die Spieler noch besser trainiert werden. Dabei reicht das herkömmliche Hin- und Herrennen auf dem Trainingsplatz nicht mehr aus. Neben dem Fußballfeld haben sich längst moderne Parameter der Sportwissenschaft in das unternehmerische Gefüge der Vereine eingeschlichen. Immer bedeutsamer wird der Ballbesitz. Die Gestaltung des kreativen Spiels beginnt heute im Fußball bei dem spielenden Torwart. Eine gezielte taktische Spieleröffnung vom Rückpass, Abwurf oder Abschlag trägt dazu bei, von hinten nach vorne ohne Ballverlust zu kommen. Die zentralen Mittelfeldspieler, häufig die Nr. 6 und 8, haben in allen Spielsystemen die Verantwortung, das Spiel zu lenken. Alle Spieler helfen, das Spiel gegen den Lauf der Abwehrreihen zu drehen und den Ballbesitz zu behaupten. Dadurch soll der Gegner zu Fehlern gezwungen werden.
Nach jeder Balleroberung ergibt sich der Spielaufbau auf dem gesamten Spielfeld. Dieses taktische Element ist entweder als schneller Konter mit dem vertikalen Angriffsspiel in die Tiefe verbunden oder mit dem systematischen Spielaufbau unter Einbeziehung der Mannschaft. Es gilt, sofort nach der Balleroberung die Unordnung beim Gegner zu nutzen. Blitzschnelle Kombinationen mit kurzen Ballkontaktzeiten ("One-touch"-Fußball) stellen die Zukunft des Fußballs dar - gepaart mit Technik und taktischem Spielverständnis. Dabei müssen Spielsituationen unter dem Druck von Zeit, Raum und Gegner viel schneller erkannt und im Sinne der Spielfortführung ohne Ballverlust umgesetzt werden. Der Spielzyklus muss in das Bewusstsein der Spieler eindringen und ihre Handlungen auf dem Spielfeld bestimmen, ohne auf die Attraktivität des Spiels verzichten zu wollen. Der Spielbeschleunigung mit großer Dynamik gehört die Zukunft des Fußballs. Spieler wie Ribéry, Messi und Cristiano Ronaldo sind die Prototypen für die nächsten Generationen.