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Die Viererkette

Auch mit einer Viererkette verfolgt eine Mannschaft grundsätzlich das Ziel, in Ballnähe zu zweit zu attackieren und den Ball erobern zu können. Weitere Zielsetzungen, die sich ebenfalls mit denen der Dreierkette decken:

  • Verengen der Räume mittels einer abgestimmten Verteilung und einer engen Verbindung der einzelnen Mannschaftsteile.
  • Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff aus einer festen Grundordnung heraus.Erfolg bzw. Misserfolg der Viererkette hängt ganz entscheidend von der Abstimmung zwischen ihr und dem Mittelfeld ab.

Also: Die Abstände zwischen Verteidigern und Mittelfeldspielern müssen gering sein, damit das Herstellen von Überzahlsituationen in Ballnähe ermöglicht wird. Hinsichtlich der Grundordnung in Mittelfeld und Angriff sind mehrere Varianten möglich.



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Grundsätzliche Verhaltensweisen

Ein Abstand von 10 Metern zwischen den Spielern sowohl in der Tiefe als auch in der Breite ist als Idee zu betrachten. Er ermöglicht einerseits eine gegenseitige Absicherung und andererseits ein eingreifen zu jedem Zeitpunkt. Ein weiteres Muss sind übereinstimmende Laufrichtungen aller Spieler in der Defensive, analog dem Ballweg:  Spielt der Gegner den Ball Richtung Tor, verschiebt sich der gesamte Mannschaftsverband ebenfalls in Richtung Tor. Spielt er einen Rückpass, rückt die Abwehr geschlossen vor. Auf diese Weise bleibt einerseits der ideale Abstand zwischen Abwehrspielern gewahrt und andererseits eine kompaktes verteidigen möglich.

Verhalten der vier Verteidiger

Wie bereits erwähnt, ist ballorientiertes Verschieben ein Muss! Ein Kreuzen der Laufwege ist möglichst zu vermeiden, jeder agiert in seiner eigenen Zone. Wer den kürzesten Weg zum Ballbesitzer hat, stellt diesen. Die Nebenleute rücken nach und sichern ab.

Den Gegner nach außen oder innen steuern?

Ich empfehle auch bei der Viererkette: In Tornähe den Angreifer nach außen- in die Tor-ungefährliche Zone- abdrängen, im Mittelfeld dagegen zur Mitte zum Partner, um ihn anschließend zu doppeln. Bisweilen wird empfohlen, die letztgenannte Taktik auch in Tornähe anzuwenden. Im Spitzenfußball wird dies bereits praktiziert.

Ein Argument für ein grundsätzliches ?Zur-Mitte-Steuern ? ist den Gegner auf keinen Fall über den Flügel in den Rücken der Kette zu lassen. Gleichwohl empfehlen wir den erstgenannten Weg. Weil wir ihn insgesamt für den sicheren halten: Außenverteidiger können nämlich nicht immer erkennen, ob ihre Absicherung (Der Ball nahe Innenverteidiger) wirklich ?frei" und nahe genug ist, um den Angreifer zu doppeln.







Anforderung an die Spieler?

Die Viererkette stellt erhebliche Anforderungen an einzelne Spieler. Man muss über hohe Spielintelligenz und gutes Konzentrationsvermögen verfügen. Und darf zu keinem Zeitpunkt abschalten. In Ballnähe gilt es nicht nur, den Raum zu decken, sondern dort den Gegner im 1 gegen 1 am besten in 2 gegen 1 - Überzahl, entschlossen zu bekämpfen, und möglich den Ball zu erobern.  Jeder Spieler ist für das verantwortlich, was in seinem Aktionsradius passiert. Er trägt damit in gewisser Weise auch für seinen Nebenmann Verantwortung. Schon deshalb ist gegenseitiges Coaching ein Muss!
Ohne Geschick im Zweikampfverhalten, geht wenig! Noch ein Wort zum Torhüter: Ganz wichtig ist, dass er ständig ?mitspielt" und, sofern ohne großes Risiko möglich, weit vor seinem Tor agiert. Denn er übernimmt quasi die Funktion ?Ersatz-Liberos", in dem er Steilpässe abläuft, eine Anspielstation nach hinten ist und seine Vorderleute mit klaren Kommandos dirigiert.

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