Intermittierendes Rumpfkrafttraining (Mag. Vock aus Wien)
Die Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur (sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch) sollte als zentraler Bestandteil im Trainingsprozess eingeplant werden. Sie ist nicht nur für dynamische Bewegungen selbst ein immanent wichtiges Glied sondern auch zur Aufrechterhaltung der Körperstatik.Speziell bei dynamischen Bewegungen wirken ein mehrfaches des eigenen Körpergewichts auf das System ?Mensch". Zum Beispiel beim Sprint bis zum 6-fachen des Körpergewichts an Bodenreaktionskräften aber auch schon beim lockeren Dauerlauf bis zum 3- fachen. Die höchsten Belastungen sind naturgemäß beim Springen zu beobachten.
Speziell sind hierfür Kräftigungsübungen jener Muskelgruppen auszuführen die nun das seitliche Abkippen des Beckens auf der Stützbeinseite verhindern (Abduktoren: Mm. gluteus medius et minimus, M. piriformis, M. illiotibialis), bzw. das seitliche Abkippen des Brustkorbes gegen das Stützbein (äußere und innere (schräge)) Bauchmuskulatur. Aber auch eine Vielzahl anderer Muskeln hat ihren Ursprung bzw. Ansatz im Bereich des Beckens und sie wirken daher alle auf die Bewegungen im Becken ein.Unter einer Vielzahl an Bauchmuskelübungen sind nach Möglichkeit immer die effektivsten Übungen herauszufiltern wobei trotzdem ein großes Übungsspektrum erhalten bleiben sollte, da unterschiedliche Übungen eine Sicherung der Kräftigung unterschiedlichster Anteile der Bauchmuskulatur gewährleisten.
Ganzkörperstabilisationsübungen:
Die Stabilisationsübungen sind unter anderem auch als Teilbereich der Gleichgewichtsschulung zu betrachten der kaum noch dynamische Komponenten enthält. Durch Stabilisationstraining wird die Fähigkeit trainiert, einer äußeren Störung des statischen Gleichgewichts entgegenzuwirken.
Diese Übungen sollten dem speziellen Krafttraining (z.B.: Kniebeugen mit Langhantel) vorangeschickt werden oder zumindest begleitend durchgeführt werden.
Vor allem treten Kräfte bei dynamischen Bewegungen häufig diagonal (rechtes Bein - linker Arm) auf. Aus diesem Wissen heraus ist bei fortgeschrittenem Training auch das ?Prinzip der diagonalen Koordination" oder auch "asymetrische Kräftigung" zu forcieren.
Stabilisationsübungen können aus unterschiedlichsten Körper - bzw. Ausgangspositionen durchgeführt werden. Es liegt nun an der Qualität des Trainers unterschiedlichste Variationen zu finden...
Die Ausgangspositionen:
Durch Variation der Auflageflächen können die Schwierigkeiten der Übungen methodisch gesteigert werden
- Von großer Auflagefläche zu kleiner Auflagefläche (Ellboden - Hand - Finger)
- vom kurzen Hebel zu langem Hebel (körpernahe Auflage vs. körperferne Auflage)
- und von stabiler zu labiler Auflagefläche (Sitzkissen als Fußauflage)